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Aktuelles aus dem Ludmillenstift

Die Coloproktologie am Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen wurde zum „Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie“ ernannt. Das Zertifikat wird vergeben durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie (DGAV), die Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie und die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Koloproktologie der DGCH.

27 Auszubildende des Schulungszentrums am Ludmillenstift haben ihr Examen bestanden. In der Gesundheits- und Krankenpflege meisterten 10 Schüler die Abschlussprüfungen, in der Physiotherapie waren es 17. Während der Examensfeier gratulierten Mitarbeiter des Hauses und das Team des Schulungszentrums den Absolventen und wünschten einen gelungenen Start ins Berufsleben.

 

Daniela Kastern ist seit ein paar Tagen stolze Mutter. Doch wie ihr Sohn Fynn auf die Welt kam, hätte sie sich nie erträumen lassen. „Zur Geburt in die Wanne? Das konnte ich mir nicht vorstellen“, berichtet sie heute. „Aber es war die beste Entscheidung überhaupt.“

Mit großer Besorgnis und Unverständnis reagieren die Mitarbeiter des Krankenhauses Ludmillenstift auf den Entwurf des neuen Krankenhausstruktur-Gesetzes. Mit ihnen gehen Mitarbeiter aus mehr als 40 anderen Kliniken am Donnerstag mit einer Ballonaktion in die Luft. Denn außer heißer Luft aus der Reform ist derzeit nichts an Hilfe für die Krankenhäuser erkennbar.

„Wenn das Gesetz so kommt wie geplant, verschärft es die Situation für die niedersächsischen Krankenhäuser drastisch“, betont Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken. „Bereits jetzt sind 2/3 der niedersächsischen Krankenhäuser in ihrer Existenz gefährdet. Mit dem geplanten Gesetz werden den Krankenhäusern bundesweit 500 Millionen Euro genommen, die künftig bei der Bezahlung der Pflegekräfte und Ärzte fehlen werden.“

 

Etwa 200 Mitarbeiter des Ludmillenstift nahmen an der Luftballonaktion teil.

 

„Wir haben erwartet, dass das neue Gesetz Hilfe und Unterstützung für die drängenden Fragen der Zukunft bietet. Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt stellen gerade die Häuser auf dem Land vor große Herausforderungen. Wir brauchen hier Antworten, wie eine adäquate Versorgung von Patienten in Zukunft aussehen soll“, macht Wolken deutlich. Stattdessen sorge das neue Gesetz in seinem jetzigen Entwurf für eine herbe Enttäuschung, denn genau diese Punkte würden überhaupt nicht berücksichtigt. „Dafür werden zukünftig noch mehr bürokratische Hürden geschaffen, der bestehende Versorgungszuschlag soll wegfallen und den Krankenhäusern werden Gelder entzogen. „Das bedeutet Abbau statt Aufbau. So können wir Qualität und Pflege nicht verbessern.“ Pflegedienstleiterin Gisela Meyer meint: „Die Konsequenz ist klar – das kann nur zulasten der Patienten gehen.“ Das geplante Personalförderungsprogramm werde keine Hilfe bringen, denn selbst bei optimaler Umsetzung werde es für ein Krankenhaus der Größe des Ludmillenstifts umgerechnet zwar ca. drei Personalstellen bringen. An anderer Stelle würde aber derart gekürzt, dass insgesamt rund sieben Pflegestellen gestrichen würden.

„Wir verstehen den Gesetzentwurf als Provokation gegen eine gute Versorgung der Patienten“, macht auch Maria Stahl, stellvertretende Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, ihrem Unmut Luft. „Unsere Patienten erhoffen sich im Krankenhaus Hilfe an Leib und Seele, was unter den angedachten Entwürfen der Politik völlig auf der Strecke bleiben wird.“

Die Forderungen der Krankenhäuser sind klar und prägnant: „Wir fordern mehr Zeit für Patienten. Dafür benötigen wir mehr Personal und weniger Struktur- und Dokumentationspflichten. Wir erwarten eine faire Bezahlung für gute Arbeit und eine ausreichende Refinanzierung der Personal- und Sachkostensteigerungen. Das alles dient der Sicherung der Krankenhausstandorte in Stadt und Land, denn die Menschen brauchen kurze Wege zu ihrem Krankenhaus“, unterstreicht Wilhelm Wolken.

Marc TilgnerDas Krankenhaus Ludmillenstift baut das Fachgebiet der Inneren Medizin weiter aus. Dr. Marc Tilgner übernimmt als Chefarzt zum 1. Juli 2015 die Leitung der Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Diese Fachgebiete werden nun als eigenständige Abteilung geführt. Bisher hat Dr. Ulrich Ohl diesen Bereich mit vertreten, der nun nach 14 Jahren als Chefarzt am Ludmillenstift in den Ruhestand geht. Tilgner will den Fachbereich der Inneren Medizin am Ludmillenstift weiter ausbauen und vor allem auf eine personalisierte Medizin setzen.

 

Der 44-Jährige kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zwischen 2001 und 2008 hat er bereits seine Ausbildung zum Facharzt der Inneren Medizin am Ludmillenstift Meppen absolviert. Anschließend wechselte er an das Robert-Bosch Krankenhaus Stuttgart, wo er die Schwerpunktsbezeichnung Internistische Onkologie und Hämatologie erwarb, zusätzlich ließ er sich dort zum Palliativmediziner ausbilden. Zuletzt arbeitete er als Oberarzt in der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Atzpodien im Franziskus Hospital Harderberg.

 

Der 44-Jährige hat eine sehr breite Ausbildung genossen. Seine Bandbreite erstreckt sich von der Behandlung akuter Leukämien bis zur Palliativmedizin, die einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet. In seiner Zeit als Oberarzt erwarb er sich umfassende Fachkenntnisse in der Behandlung solider Tumoren, wie Darm-, Lungenkrebs und Brustkrebs. Besonders wichtig ist es ihm, die individuelle Therapie aufgrund der molekulargenetischen Struktur der Krebserkrankung für den Patienten festzulegen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Pathologen, Operateuren sowie Strahlentherapeuten.

 

„Ich möchte diese personalisierten Therapien zukünftig am Ludmillenstift weiter ausbauen. Das Ludmillenstift hält dafür alle nötigen Fachgebiete vor, sodass das Haus auch weiterhin von einer interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren wird“, so Tilgner.

 

Der Patient als Mensch stehe dabei nach eigener Aussage im Mittelpunkt seines Handelns. „Personalisierte Medizin heißt auch den Patienten als Individuum mit seinen Ängsten und Wünschen wahrzunehmen. Auch das Umfeld des Patienten spielt dabei eine Rolle. Angehörige die häufig genauso leiden wie der Patient sollen dabei gestützt werden.“ Diesen Anspruch zu leben, hat Herr Tilgner auch immer wieder im Team des Ludmillenstift erleben können. „Wir sind sehr froh, dass wir Herrn Dr. Tilgner wieder in Meppen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte begrüßen dürfen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, betont Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken.

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